Fragebogen der Interessengemeinschaft Künsebecker Bürger

Sport und Freizeit / Kinder und Jugendliche:

  • „Was planen Sie in Bezug auf die Jugendarbeit in den jeweiligen Außenbezirken (Bokel, Hörste, Kölkebeck, Hesseln und Künsebeck)? Die meisten Angebote vor Ort beziehen sich meistens auf Kindergarten- und Grundschulkinder; für die Jugendlichen ab 12 aufwärts gibt es meines Wissens nach kaum bis keine Angebote.“

Als Jugendliche war ich selbst in der freien Jugendarbeit (Landjugend) engagiert und finde entsprechende Angebote auch heute noch sehr wichtig. Als Bürgermeisterin würde ich in den Ortsteilen gemeinsam mit den Jugendlichen konkrete Ideen entwickeln. Denn auch durch meine Kinder weiß ich, dass der Blick von Erwachsenen und Jugendlichen auf dieselbe Sache durchaus sehr unterschiedlich sein kann.

  • „Wann wird der Sportplatz zu einer modernen Mehrzweckfläche umgebaut?“

Der Sportplatz in Künsebeck ist ein wichtiger Treffpunkt für die Bürgerinnen und Bürger. Ihn zu einer Multifunktionsfläche umzubauen, daher ein richtiges und wichtiges Anliegen. Der Umbau soll nach jetzigem Stand im Zusammenhang mit der im Jahr 2018 vom Rat beschlossenen Renaturierung des Bachlaufes erfolgen, also frühestens Ende nächsten Jahres. Der Zeitplan macht also auch hier für die Planungen eine Bürgerbeteiligung möglich.

Leben im Dorf/ Einkaufen:

  • Welche Unterstützung kann zur Nahversorgung erwartet werden? (Getränke und Lebensmittel)
  • Die Versorgung älterer, auf Hilfe angewiesene Mitbürgerinnen und Mitbürger hat gerade in den letzten Corona-Monaten weitestgehend durch Nachbarschaftshilfe und einzelner Unterstützungsangebote erfolgen können. Dies hat gezeigt, dass eine Nahversorgung mit den „gängigen Lebensmitteln“ vor Ort in Künsebeck beispielsweise von großem Nutzen für die Anwohner gewesen wäre. Wie können Sie als politische Vertreter diesen Gedanken / Wunsch unterstützen und die Umsetzung ggfs. realisieren?

Ich halte Nachbarschaftshilfe für gut, wichtig und unterstützenswert und es spricht für Künsebeck, dass sie hier so engagiert funktioniert.

Unabhängig davon ist die Nahversorgung in den Ortsteilen ein wichtiger Punkt, für den ich mich nicht nur in Künsebeck stark mache. Zentrale Herausforderung ist es dabei, einen geeigneten Betreiber zu finden. Durch meine berufliche Vergangenheit als Leiterin der Wirtschaftsförderung von Münster weiss ich, dass solche Verhandlungen schwierig sind, sie wären für mich aber kein Neuland.

Die Grünen haben im Rat einen Antrag gestellt zu Prüfung der Ansiedlung der „Tante Emma`s Tag- und Nachtmarkt GmbH“ in Haller Ortsteilen, so auch Künsebeck. Die „Tante Emma`s Tag- und Nachtmarkt GmbH“ betreibt in mehreren Bundesländern kleine Ladenlokale zur Versorgung des Grundbedarfs.

 

  • Die Zahnarztpraxis und auch einen Lebensmittelladen brauchten wir hier im Ort.

(Anmerkung: wieder die Frage nach der Nahversorgung im allg. / auch der Hausarzt wird in Zukunft schließen)

Ärzteversorgung ist ein sehr wichtiges Thema in einer älter werdenden Gesellschaft. Faktisch herrscht bundeweit ein Hausärztemangel insbes. in ländlicheren Gebieten. Ich halte es daher für wenig realistisch, Haus- und Fachärzte in Ortsteilen anzusiedeln. Mein Ziel ist es, die Ärzteversorgung in Haller Zentrum zu verbessern und einen Hol- und Bringdienst für Bürger aus den Ortsteilen zu organisieren.

Bauen und Verkehr:

  • Wie sehen die weiteren Planungen bzgl. der Kreisstraße aus? Im Zuge der neu entstandenen Umgehungsstraße wurde von „Rückstufung“ der Kreisstraße aber auch von „teilweiser“ Beruhigung gesprochen.
  • Die Kreisstraße müsste ruhiger werden, die LKWs und auch die Trecker halten sich nicht an die Geschwindigkeit.
  • Wie stellen Sie sich eine Tempokontrolle auf der K 30 vor?

Auf der Kreisstraße ist bereits heute Tempo 30 vorgeschrieben.  Eine Verlängerung Richtung Kreisel kann ich mir vorstellen. Eine Tempokontrolle könnte z.B. über Blitzer erfolgen. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, haben wir darauf jedoch zurzeit nur mittelbaren Einfluss. Auch eine Rückstufung zur Gemeindestraße kann ich mir gut vorstellen. Sie wäre ebenso wie eine Durchfahrverbot für Trecker und LKW mit dem Kreis zu verhandeln.

  • Der Weg an der Bahn entlang, von der Kreisstraße bis zur Neulehenstraße, müsste gefestigt werden.

Ziel der Grünen ist es, einen durchgehenden Fuß-/Radweg an der Bahn zu schaffen. Bislang scheitert dies zwischen Kreisstraße und Neulehenstraße am Eigentümer der Fläche.

Dafür verlängert die Stadt Halle auf Antrag der Grünen die aus Steinhagen kommende Fahrradstraße über die Flurstraße bis zur Ecke Dürkoppstraße. Entgegengesetzte Richtung, aber es beweist unseren guten Willen

  • Nach dem Bau der A 33 stellt sich die Frage nach dem Rückbau der B 68.
  • Wie stellen Sie sich die Leitung des Verkehrs nach Öffnung des Hengebergs vor?

Ich befürworte auf jeden Fall die Rückstufung und den Rückbau der B68 und würde entsprechende Verhandlungen mit dem Bund anschieben.

Auch am Hengeberg (wo ich ja wohne) werde ich mich dafür einsetzen, wenn der Verkehr ruhig und sicher fließt und der Ausbau nicht zu Raserei führt. Auch hier Hengeberg es sich allerdings um eine Kreisstraße. Somit ist unser Einfluss leider begrenzt. Ziel sollte es aber sein, dass der LKW-Verkehr von Künsebeck Richtung Norden über die Autobahn und L782 geleitet wird.

Bürgerbeteiligung:

Der Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern ist mir sehr wichtig. Ich werde auf jeden Fall regelmäßige Sprechstunden – nicht nur im Rathaus – machen. Möglich wären zum Beispiel regelmäßige Treffen in der künsebecker Grundschule.

Auch Bürgerbeteiligung ist mir ein Herzensanliegen. Bürger sind Experten in eigener Sache. Es gibt viele spannende Formate, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe und die auch für Halle passend sind.

  • Wie stellen Sie sich eine Einbeziehung der Anwohner und Bürger in Bau- und Verkehrsfragen vor. Stichwort Bürgerbeteiligung vor Ort.
  • Bessere Informationen für Betroffene / Anlieger sind erforderlich bei Bauvorhaben, wie stellen Sie sich das vor im Rahmen von Bürgerinformation?
  • Wie gehen Sie demnächst mit den vielfältigen Anforderungen und Anfragen der Bürger*innen um?

Die Beteiligung sollte so früh wie möglich stattfinden, also bevor konkrete Planungen vorgenommen werden. Oft haben Bürger Ideen, auf die ein externer Planer nicht kommt.

Gerade bei strittigen Fragen ist mir eine repräsentative Beteiligung der Bürger und Bürgerinnen wichtig. Auch zurückhaltende und junge Menschen müssen zu Wort kommen.

Generell setze ich auf regelmäßige Informationsveranstaltungen und mehr digitale „Zwischendurch-“ Kommunikation.

  • Wie stellen Sie sich „Kurze-Wege-Kommunikation“ vor? Wird es sowas wie einen digitalen Stadtmessanger geben?

Ich habe als Kandidatin gute Erfahrungen mit Facebook und Podcasts gemacht und kann mir gut vorstellen, diese Art der Kommunikation als Bürgermeisterin fortzuführen, um die Bürger täglich auf dem Laufenden zu halten. Ich kenne auch Bürgermeister, die twittern, bin mir selbst aber noch nicht sicher, ob ich das machen werde, da es mit großem Aufwand verbunden ist.

  • Wie schnell denken Sie, wollen bzw. können Sie reagieren auf Anfragen?

Das hängt sehr von den Fragen ab. Mein Anspruch wäre, innerhalb von zwei Tagen eine konkrete Rückmeldung dazu geben, wann ich bzw. die Verwaltung eine Frage beantworten kann.

  • Wie kann der Bürger Sie konkret erreichen?

Gerne stehe ich für weitere Fragen und Diskussionen per Telefon oder Email zur Verfügung: Tel.: 05201/73334; Kirsten.Witte@HallerHerz.de

Unter Kirsten-Witte.de finden Sie weitere Informationen über meine Person

Unter gruene-hallewestfalen.de/ finden Sie weitere Informationen zu den Grünen